an abstract photo of a curved building with a blue sky in the background

Keine Blogbeiträge verpassen mit meinem Newsletter!

Blog für Eltern

Growth Mindset fördern: 10 einfache Tipps für Eltern

Hast du schon einmal etwas von Growth Mindset gehört? Dieser Begriff ist noch gar nicht so lange bekannt – und dennoch verbirgt sich dahinter eine alte Weisheit. Eine Haltung dem Leben gegenüber, die darüber entscheiden kann, ob ein Mensch glücklich wird oder nicht. In diesem Beitrag erkläre ich, was ein Growth Mindset ausmacht, warum es einen so großen Unterschied macht und wie du jetzt ganz konkret mit einzelnen Impulsen dein Kind bei der Entwicklung dieses Mindsets unterstützen kannst.

ERZIEHUNGLEISTUNGSDRUCKSELBSTWERTSELBSTLIEBEGROWTH MINDSETLERNEN BEI KINDERN

9/24/2026

Die größten Unternehmer:innen sind nicht diejenigen, die die besten Ideen hatten – sondern diejenigen, die durchgehalten und an sich geglaubt haben. Die größten Sportler und Olympiasiegerinnen sind nicht die, die das größte Talent hatten – sondern diejenigen, die diesem Traum jede freie Minute ihres Lebens gewidmet haben.

Die Fabel von den Fröschen – Eine Lektion in Sachen Mindset

Ich möchte dir dazu die Fabel von den Fröschen erzählen:

Eines Tages entschieden die Frösche, einen Wettlauf zu veranstalten. Um es besonders schwierig zu machen, legten sie als Ziel fest, auf den höchsten Punkt eines großen Turms zu gelangen.

Am Tag des Wettlaufs versammelten sich viele andere Frösche, um zuzusehen.

Nun war es so, dass keiner der zuschauenden Frösche wirklich glaubte, dass auch nur ein einziger der teilnehmenden Frösche tatsächlich das Ziel erreichen könne. Anstatt die Läufer anzufeuern, riefen sie also: "Oje, die Armen! Sie werden es nie schaffen!" oder "Das ist einfach unmöglich! Das schafft ihr nie!"

Und wirklich schien es, als sollte das Publikum Recht behalten, denn nach und nach gaben immer mehr Frösche auf.

Das Publikum schrie weiter: "Oje, die Armen! Sie schaffen es nicht!"

Und wirklich gaben bald alle Frösche auf – alle, bis auf einen einzigen, der unverdrossen an dem steilen Turm hinaufkletterte – und als einziger das Ziel erreichte.

Die Zuschauerfrösche waren vollkommen verdattert und alle wollten von ihm wissen, wie das möglich war. Einer der anderen Teilnehmerfrösche näherte sich ihm, um zu fragen, wie er es geschafft hatte, den Wettlauf zu gewinnen.

Und da merkten sie erst, dass dieser Frosch taub war!

Die Fabel zeigt eindrücklich, dass der innere Glaube Berge versetzen kann. Dieser Frosch hat sich nicht verglichen – und er konnte sich auch nicht von seiner Umwelt verunsichern und vom Weg abbringen lassen.

Ohne Vision, ohne Biss, ohne Willenskraft, ohne den Glauben an sich selbst, ohne den Mut würden es Menschen nicht bis an die Spitze schaffen. Diesen Eigenschaften liegt eine Resilienz zugrunde und ein bestimmtes Mindset, eine gewisse Lebenseinstellung:

"Egal welcher Hürde ich begegne, ich werde sie überwinden. Egal, was kommt, ich werde die entsprechenden Ressourcen entdecken und entwickeln, die notwendig sind, um sich den Veränderungen anzupassen."

Was bedeutet Mindset?

Mit Mindset ist die Einstellung und Haltung gegenüber sich selbst und gegenüber dem Leben gemeint – das sich in Gedanken, Glaubenssätzen und auch Emotionen wie Angst, Neugier, Gelassenheit oder Freude äußert.

Die entsprechende Haltung zum Leben kann entscheiden, ob ein Mensch glücklich ist oder nicht – ob er auf andere zugeht und sich vernetzt oder ob er alleine bleibt, ob er sich mutig dem Leben entgegenstellt oder ob er bei den geringsten Hürden aufgibt.

So prägt unsere Haltung unsere Entwicklung ganz entscheidend mit – nämlich, ob wir ins Potenzial gehen oder nicht.

Alle Eltern möchten sicherlich, dass ihre Kinder sich bestmöglich entwickeln. Und doch gibt es viele Sätze und Konditionierungen in der Sozialisation, die unbewusst das Gegenteil vorantreiben – oder genauer gesagt: die das passende Mindset untergraben.

Denn: ob ein Kind ein gesundes Mindset entwickelt, ist stark von den Reaktionen und Anforderungen im Außen abhängig. Ein Kind kann somit ein förderliches oder eher ein ungesundes Verhalten entwickeln, welches das Kind in seiner Entwicklung ausbremst.

Wir sprechen hier von einem entwicklungsförderlichen Mindset (Growth Mindset) und einem unflexiblen Mindset (Fixed Mindset) .

Das Fixed Mindset – Wenn Gedanken zur Grenze werden

Das Fixed Mindset ist ein starres Mindset. Lernerfolge werden hier vor allem der Intelligenz und dem Talent zugeschrieben. Das Kind entwickelt hier eine starre/unflexible Meinung darüber, was es kann und was nicht.

Ein Beispiel wäre: "Ich kann überhaupt kein Mathe." oder "Ich bin einfach total unsportlich." Oder noch schlimmer: es entwickelt den Glaubenssatz „Ich bin doof/dumm. Ich kann gar nichts.“

Diese Sätze werden als Fakten angesehen, die nicht zu ändern sind. Die Schuld dafür wird oft im Außen oder in der Veranlagung gesucht: "Ja, meine Mutter war auch ganz schlecht in Mathe." oder "In meiner Familie sind einfach alle unsportlich." Oder: „Meine Noten zeigen ja, dass ich dumm bin.“

Kinder neigen dazu zu sagen: "Ich kann das nicht." Das ist für sie Grund genug, es nicht zu tun oder zu versuchen. Sie verweigern sich, sie bleiben in bestimmten Kernbereichen, die sie können, denn dort fühlen sie sich sicher. Wenn allerdings dort ein Versagen passiert, dann wird die Schuld ebenfalls im Außen gesucht: "Ich hab schlecht abgeschnitten, weil der Test zu schwer war."

Eigenschaften des Fixed Mindset:

  • Kinder vergleichen sich viel mit anderen

  • Sie glauben, dass Leistung von Talent und genetischer Veranlagung abhängt

  • Sie haben Angst vor Fehlern und vor dem Versagen, sind oft perfektionistisch (wenn ein Fehler passiert, schämen sie sich sehr)

  • Sie sind schnell frustriert und geben auf

  • Sie möchten schnelle Erfolge sehen

  • Sie haben keine Lust auf Herausforderungen, wenn sie nicht sicher sind, dass sie sie gut meistern

  • Sie haben oft nicht den Mut, Neues zu wagen, wollen kein Risiko eingehen – bleiben lieber in der Komfortzone

  • Sie fühlen sich stark bewertet und bewerten sich auch selbst ständig ab

  • Sie fangen Dinge an und hören schnell wieder auf, wenn keine sofort sichtbaren Erfolge da sind (z.B. beim Erlernen von Sportarten oder Musikinstrumenten)

  • Sie sind kritikempfindlich (bekommen bei Kritik oft Wutanfälle oder ziehen sich in sich zurück, schmollen) und leiden unter mangelndem Selbstwertgefühl

  • Imposter-Syndrom: Sie leiden mitunter unter dem Gefühl, ertappt zu werden, dass sie doch nicht so gut sind

  • Sie lügen oft oder verstecken etwas, damit niemand merkt, dass sie etwas nicht können

  • Glaubenssätze sind oft "Das kann ich nicht", "Das traue ich mir nicht zu" (oft drücken Kinder das auch aus, indem sie die Schuld aufs Aussen projizieren: z.B. "Mathe ist scheisse..." "Der Lehrer ist blöd...")

Findest du dein Kind in diesen Beschreibungen wieder? Dann möchte ich dich einladen, das Growth Mindset in eurem Alltag zu stärken.

Das Growth Mindset – Die Haltung des Wachstums

Das Growth Mindset wird auch entwicklungsorientiertes Mindset genannt. Der Begriff wurde von der Psychologin Carol Dweck geprägt.

Lernerfolge werden hier als Folge von Anstrengung, erlernten Fähigkeiten, Ausdauer und Willenskraft angesehen und deshalb nicht an die Persönlichkeit gekoppelt. Der Mensch hat eine flexible Meinung darüber, dass Lernen und Lernfortschritte sich verändern können – und vor allem, dass er darauf einen großen Einfluss hat.

Eigenschaften des Growth Mindset:

  • Kinder vergleichen ihren Fortschritt mit sich selbst – Wie stehe ich heute da und wie vor einem Jahr?

  • Sie sind neugierig und wissbegierig

  • Sie haben Lust auf Neues, auf Risiko und Abenteuer - Herausforderungen spornen sie an

  • Wenn sie etwas wollen, üben, trainieren, büffeln, bemühen sie sich, bis sie Erfolge sehen

  • Sie betrachten ihren Erfolg als Teil ihrer eigenen Entscheidungen und Bemühungen

  • Sie sind offen für Feedback als Chance für Weiterentwicklung

  • Sie haben Räume, um sich auszuprobieren und aus Fehlern zu lernen (ohne dafür bestraft oder bewertet zu werden)

  • Fehler gehören für sie zum Leben dazu – sie geben Fehler offen zu und erkennen, was sie daraus lernen können

  • Versagen spornt sie an, es nochmal (anders) zu versuchen

  • Der Erfolg anderer inspiriert und motiviert sie

  • Ihre Motivation kommt von innen, weil sie sich für etwas begeistern oder ein Ziel verfolgen

  • Die innere Haltung ist: "Ich glaube, dass ich alles erreichen kann, wenn ich es will." oder "Ich kann es noch nicht, aber ich könnte es lernen, wenn ich mich anstrenge."

Wie wird das Mindset geprägt? – Die Rolle der Eltern

Das Mindset entwickelt sich in der frühen Kindheit, innerhalb der ersten 6–10 Lebensjahre.

Fixed Mindset entwickelt sich durch:

  • Strenges Loben dessen, was man als Ergebnis sehen möchte

  • Betonen oder Bestrafen von Fehlern

  • Ein Umfeld, in dem das Kind sich nicht sicher fühlt, sich auszuprobieren

  • Starke Betonung und Bewertung, dass etwas nur so oder so "richtig" gemacht wird

  • Die Feststellung: "Du hast eben ein besonderes Talent."

Growth Mindset entwickelt sich durch:

  • Freien Raum des Ausprobierens

  • Neutrales Beobachten

  • Hilfestellung statt Zurechtweisung

  • Geduld, Annahme und Neutralität

  • Das Vertrauen, dass das Kind seinen Weg finden wird – über Irrwege, Umwege und Fehler

  • Die Erkenntnis, dass der Fehler ein unverzichtbarer Antreiber für Entwicklung ist

  • Einbeziehung von Träumen, Fantasie, Kreativität und Spiel

  • Einbeziehung aller Intelligenzen: Geist, Körper, Herz, Intuition

Wichtig: Der Selbstwert des Kindes bleibt in allen Fällen gewahrt! Das Kind wird nicht abgewertet, bestraft oder zurechtgewiesen – aber auch nicht übertrieben gelobt. Denn Lob ist eine starke Konditionierung, welche Kinder in Richtungen drängen kann, die gar nicht ihrer inneren Motivation entsprechen.

Glück ist selbstgemacht – Was die Hirnforschung sagt

Kann man das so sagen? Durchaus.

Gerald Hüther, ein bekannter Hirnforscher, erforscht diese Zusammenhänge schon lange. Er hat herausgefunden: Jedes Mal, wenn ein Kind aus sich heraus, aus eigener Anstrengung und Kraft, nach vielen misslungenen Versuchen etwas geschafft hat – das erste Mal stehen, das erste Mal die Rutsche hoch, das erste Mal einen Purzelbaum, später das erste kleine Klavierstück – dann wird die "Gießkanne" ausgeschüttet, wie er es nennt.

Dann wird nämlich ein ganzer Haufen Glückshormone, insbesondere das körpereigene Belohnungshormon Dopamin, ausgeschüttet. Und das lässt uns richtig glücklich fühlen! Und es macht süchtig – wir wollen mehr davon. Wir sind also noch motivierter.

So läuft die erste Zeit des Kindes ab: Es möchte sich immer weiterentwickeln, es möchte seine Räume erforschen und erkunden – und es gibt nicht so schnell auf. Und wenn es dann sein Ziel erreicht hat, dann strahlt es – von innen.

Dafür brauchen wir ihm kein Lob zu geben und keine Süßigkeit zu versprechen. Denn dieses Programm von Antrieb/Motivation und innerem Belohnungssystem ist instinktiv im Menschen angelegt.

Halten wir also fest: Das Growth Mindset ist natürlicherweise in den Kindern angelegt – wenn wir es nicht zerstören. Kinder mit einem Growth Mindset geben bei Schwierigkeiten weniger schnell auf, sind zufriedener und offener für Kritik und entwickeln mehr Selbstvertrauen – auch in stressigen oder herausfordernden Situationen.

10 Tipps: So förderst du ein Growth Mindset bei deinem Kind

1. Lobe den Prozess, nicht das Ergebnis

Statt zu sagen: „Du bist so schlau!“
Sage lieber: „Du hast dir richtig Mühe gegeben – das hat sich gelohnt!“

Warum? Lob für Anstrengung zeigt deinem Kind, dass es auf den Weg ankommt – nicht nur auf das Talent oder das schnelle Ergebnis. Zeige deinem Kind immer wieder: Der Weg ist das Ziel. Und der Weg darf Freude bereiten – trotz oder gerade wegen der Herausforderungen. Sie gehören zum Spiel des Lebens dazu.

2. Fehler als Lernchance betrachten

Kinder (und Erwachsene!) machen Fehler. Statt sie zu vermeiden, sollten sie lernen, aus ihnen zu wachsen.

Sage: „Das war nicht richtig, aber du hast etwas Wichtiges daraus gelernt. Was könntest du nächstes Mal anders machen?“

Betone immer, dass Fehler Helfer sind. Gib deinem Kind dabei das Gefühl, dass du unterstützend da bist: „Ich bin für dich da, um mit dir zu entdecken, WIE du das am besten hinkriegst. Du hast einfach noch nicht die richtige Art oder Technik für dich gefunden. Sollen wir im Internet mal nach Lernvideos schauen?“

3. Fehler und Versäumnisse als Wachstumschance nutzen

Lass dein Kind seine Fehler selbst finden und erkennen, warum dort ein Fehler ist und was es daraus lernen kann – anstatt die Fehler einfach anzustreichen und selbst zu verbessern. Denn so wächst es daran.

Das gilt auch für Alltagsabläufe:

Statt: "Komm mal bitte und hänge deine Jacke auf."
Sage: "Schau dich hier mal genau um. Was hast du vergessen? / Was ist zu tun?"

4. Sprich offen über deine eigenen Herausforderungen

Wenn du deinem Kind zeigst, dass auch du nicht alles auf Anhieb kannst, lernt es, dass Misserfolge oder das Ausprobieren normal und sogar nützlich sind.

Erzähle deinem Kind Dinge wie:

  • „Ich habe heute bei der Arbeit einen Fehler gemacht – aber ich habe daraus gelernt.“

  • „Ich habe gestern etwas zum Nachbarn gesagt, das hätte ich im Nachhinein gern zurückgenommen.“

5. Fokussiere immer erst das, was schon gut läuft

Sage: „Du hast 82 Wörter von 100 Wörtern richtig geschrieben – das ist weit mehr als die Hälfte.“
Oder im Alltag: „Du hast heute von ganz allein deine Jacke aufgehängt, ohne dass ich etwas sagen musste. Das ist mir positiv aufgefallen.“

6. Ermutige zum Ausprobieren und Dranbleiben

Kinder mit Growth Mindset probieren neue Dinge aus, selbst wenn sie riskieren zu scheitern. Hilf deinem Kind, mutig zu sein – nicht perfekt.

Feiere jeden Versuch, auch wenn er nicht gelingt: „Hey, das bedeutet immerhin, du warst mutig genug, es zu versuchen!“

Weitere Sätze:

  • „Es ist okay, wenn es schwer ist – du lernst ja gerade etwas Neues!“

  • „Es ist okay, ein bisschen Angst zu haben, wenn man etwas Neues ausprobiert.“

7. Verwende neutrale oder potenzialorientierte Sprache

Manchmal machen kleine Worte einen großen Unterschied. Achte auf deine Formulierungen.

Statt: „Du bist kein Mathe-Typ.“
Sage: „Mathe ist im Moment noch schwer für dich – aber das kann/wird sich ändern.“

8. Ermutige Zwischenschritte und Fortschritte

Anstatt das Ziel oder die gute Note zu loben, ermutige die Zwischenschritte:
„Ich sehe, dass du bereits nach 10 Minuten den ganzen Text ausgefüllt hast. Das war deutlich schneller als letztes Mal.“

9. Vergleiche dein Kind nicht mit anderen

Statt es mit anderen Kindern oder Geschwistern zu vergleichen, betone den Fortschritt der eigenen Leistung: „Du hast in den letzten Wochen regelmäßig geübt. Ich sehe, dass du das schon besser kannst. Dein Dranbleiben zeigt Wirkung.“

10. Ermutige dein Kind: Alles ist lernbar

  • Wenn dein Kind sagt: „Ich kann das nicht“ – dann sage ihm: „Du kannst das NOCH nicht.“
    Mache dem Kind immer wieder klar: Leistung hat mehr mit der inneren Haltung zu tun als mit dem, was du meinst zu können oder nicht zu können.

  • „Du entscheidest, ob du das können willst oder nicht.“
    Lies dem Kind dazu auch interessante, inspirierende Geschichten von echten Menschen vor, damit es einen Eindruck davon bekommt, wie das ist, einen Traum zu verwirklichen – und wie viel Einsatz andere Menschen dafür geben, um ihr Ziel zu erreichen.

Growth Mindset beginnt bei dir – Deine Vorbildrolle

Auch wenn es toll wäre, mehr Vorbilder in Sachen Growth Mindset in den Schulen zu haben – so beginnt doch vieles auch bei den Eltern als wichtigstem Umfeld.

Du kannst also jetzt sofort und heute anfangen, einen Unterschied zu machen und dich und dein Kind sanft, aber bestimmt immer wieder an das Growth Mindset zu erinnern. Ich habe dir hier genug Impulse gegeben, um loszulegen.

Ein Growth Mindset entsteht nicht über Nacht – aber es beginnt im Alltag: Beim gemeinsamen Puzzeln, beim Helfen mit den Hausaufgaben, beim Trösten nach einem Rückschlag.

Als Eltern haben wir die wunderbare Chance, nicht nur Wissen weiterzugeben, sondern auch die innere Haltung, mit der unsere Kinder durchs Leben gehen.

Praxistipp: Wenn du dein Kind ein Puzzle zwei- oder dreimal machen lässt und dabei mal die Zeit stoppst, wird es selbst sehen, dass es das Puzzle jedes Mal schneller und sicherer schafft – der Weg wird leichter. Und genau um diese Erkenntnisse geht es.

Ein wichtiger Hinweis zum Umgang mit Emotionen

Sollte dein Kind in einem Wutanfall gefangen sein, weil es etwas noch nicht kann oder geschafft hat – dann warte bitte ab, bis dein Kind sich beruhigt hat. Atme einfach. Lass sein Gefühl abfließen wie ein Wasserfall. Emotionen haben immer Vorrang. Ebenso Ängste.

Erst wenn dein Kind sich wieder sicher und angenommen fühlt, kannst du es mit den obigen Impulsen wieder erreichen.

Fazit: Kleine Schritte, große Wirkung

Das Growth Mindset ist keine Zauberformel – es ist eine Haltung, die wir täglich leben und vorleben können. Es beginnt bei uns Eltern, bei unseren eigenen Glaubenssätzen und Reaktionen.

Und denk immer dran: Am wichtigsten ist die Vorbildrolle.

  • Wie du mit Fehlern umgehst.

  • Ob du nach einem Fehlschlag wieder aufstehst.

  • Ob du dich traust, Neues zu wagen.

  • Ob du dich neugierig aus deiner Komfortzone wagst!


Denn Kinder lernen nicht durch Worte – sie lernen durch das, was sie sehen.

Weiterführende Buchtipps & Materialien

Empfehlung: Bücher zum Growth Mindset

  • "Mindset – Die neue Psychologie des Erfolgs" – Carol Dweck

  • "Selbstbild – Wie unser Denken Erfolge oder Niederlagen bewirkt" – Carol Dweck

  • "Wie Kinder heute wachsen" – Herbert Renz-Polster & Gerald Hüther

  • "Alles ist schwer, bevor es leicht ist" – Caroline von St. Ange

Empfehlung: Online-Kurs zum Growth Mindset

Einen Online-Kurs zum Growth Mindset findest du bei Caroline von St. Ange:
https://shop.learnlearningwithcaroline.com/s/llwc/growth-mindset-online-kurs

Jetzt bist du gefragt!

Hast du schon einmal bewusst dein Mindset hinterfragt?
Welcher der 10 Tipps spricht dich am meisten an? Schreibe dir eine Sache auf, die du die nächsten Tage umsetzen möchtest.

Lies gern auch meine anderen Artikel:

an abstract photo of a curved building with a blue sky in the background

Hat dir dieser Artikel gefallen?

Ich freue mich, wenn du ihn mit anderen Eltern und Interessierten teilst.

Folgender Content könnte ebenfalls interessant für dich sein:

Johanna Geiger ©2026
CH-
Kreuzlingen