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Gedanken und Tools zur Hochsensibilität

Hochsensibilität ist ein Thema, mit dem sich auch meine angehenden Coaches in der Familiencoach Ausbildung befassen.

Hochsensibilität bedeutet eine grosse Feinfühligkeit,
starke Wahrnehmung von Stimmungen und Gefühlen (auch bei anderen), Überempfindlichkeit in den Sinnesorganen (gegenüber grellem Licht oder Geräuschen und Gerüchen) und eine hohe Ablenkung bzw. Überforderung bei hoher Reizdichte. Die Hellsinne sind oft stärker ausgeprägt.
Die Merkmale sind nicht immer von ADHS abzugrenzen, sondern sie vermischen sich stark. Das habe ich in diesem Artikel bereits beschrieben: ADHS oder Hochsensitivität? Lies dort gerne nochmal rein.
Kinder, die hochsensibel sind entwickeln oft sehr früh eine hohe Beobachtungsgabe, um ihr Umfeld einzuschätzen und Zwischentöne wahrzunehmen. Sie gelten daher oft als einfühlsam, emotional und haben einen Blick für das Detail.

Bei Überforderung verlieren sie schnell an Fokus und Präsenz, werden müde, erschöpft, quengelig, unaufmerksam oder verlieren sich in Tagträumen. Durch ihre hohe Wahrnehmung und die komplexere Verarbeitung von Informationen, übernehmen sie schnell Emotionen, Verantwortlichkeiten und Fremdenergien aus ihrem Umfeld, die dann wiederum Stress in ihrem System auslösen: es kann dann zu emotionalen Ausbrüchen, Bauchweh, Erschöpfung, Appetitlositgkeit oder Schlafstörungen kommen.

Bestimmte Bewältigungsstrategien werden in der Folge in der Kindheit entwickelt, um die Feinfühligkeit zu deckeln oder nicht mehr zu spüren: z.B. Verleugnung der eigenen Fähigkeiten, Verweigerung, Bindungsangst, Impulsivität, hohe Überanpassung, Leben in Illusionen und falschen Vorstellungen über sich und die Welt, Überrationalität etc.

Hochsensibilität zählt zum neurodivergenten Spektrum, was bedeutet, dass Informationen im Gehirn anders verarbeitet werden. Es ist keine Krankheit, wohl aber etwas, das einen anderen Blick und Umgang bräuchte, damit diese Kinder sich wohl fühlen und sich in ihrem Potenzial entfalten können. Denn grosse Klassen, enge Systeme und Leistungsdruck sind eher nicht zuträglich.


Wir haben uns in der Ausbildung mit einem etwas anderen Blick auf Neurodiversität beschäftigt, der nicht nur streng dem gesellschaftlichen Narrativ folgt, sondern die eigene energetische Wahrnehmung aus einer hohen Perspektive und Weite zulässt.

Spannende Fragen haben wir bewegt. Unter anderem:
  • Gibt es „das neurotypische Mittelmaß“ überhaupt oder wurden nicht viele einfach dorthin konditioniert?
  • Wer entscheidet, was normal und neurotypisch ist? Wem dient diese Norm?
  • Ist der Mensch krank oder eher das System? Dienen Diagnosen in diesem Sinne der Anpassung oder wirklich dem Menschen?
  • Welche Instanz oder Intelligenz ist mit der Komplexität und Diversität überfordert? Welche Instanz bewertet? Welche Konsequenzen müssten wir daraus ziehen?
  • Wenn sich das Gehirn nur in der sozialen Interaktion mit dem Umfeld entwickelt, wie können wir dann davon ausgehen, dass eine Neurodiversität schon von vornherein festgelegt ist?
Eine höchst spannende Erkenntnis war, dass wir uns alle dabei ertappten, dass wir bei den ersten Fragen eigentlich erst einmal nur die "westliche" Welt im Blick hatten. Die zweite Erkenntnis war, dass wir zum Thema eigentlich insgesamt in unserer Gesellschaft erst am Anfang stehen, um zu begreifen, was diese Thematik bedeutet und die dritte, dass es sich lohnt, alle Thesen und Annahmen zu hinterfragen, weil wir zutiefst konditioniert sind!

energetische tools für sensible kinder

 

Welche energetischen Tools können Dein Kind unterstützen? Hier eine Auswahl für Kinder ab ca. 4 Jahren, die ihr gemeinsam durchführen könnt (Du als Erwachsener leitest an):

 

Der SCHUTZMANTEL:

Leite Dein Kind in einer kleinen imaginären Reise an, sich einen eigenen Schutzmantel zu kreieren. Stelle Fragen wie:

Wie lang und gross ist Dein Schutzmantel?
Welche Farbe hat er? Aus welchem Material ist er gemacht?
Wie leicht oder schwer fühlt er sich an?
Möchtest Du ihn noch ausschmücken, mit Sternen, Glitzern oder ähnlichem?
Möchtest Du noch ein Krafttier in Deinen Schutzmantel einladen?

Welche Kraft oder welche besondere Fähigkeit verleiht Dir dieser Schutzmantel?
Wie sicher und geborgen fühlst Du Dich unter ihm?

In welchen Situationen kannst Du diesen Schutzmantel gebrauchen?

--> lass Dein Kind in der Reise direkt Rückmeldung zu den einzelnen Fragen geben. Es kann am Ende sich selbst und den Schutzmantel auch als Bild malen.

--> mache diese Reise einige Male oder einfach immer wieder regelmäßig im Alltag.

--> erinnere Dein Kind in neuen Situationen oder an schlechten Tagen, an denen es sich unsicher fühlt, daran, den Mantel anzuziehen, bevor es raus geht.

 

Das WASSER:

Durch diese Übung lernt Dein Kind sich zu reinigen und die vielen Informationen oder Fremdenergien loszulassen, die es über den Tag in sich angesammelt hat.

Leite Dein Kind an, sich in Gedanken unter einen grossen Wasserfall zu stellen. (Du kannst dazu vielleicht eine Musik mit Wassergeräuschen, Regenklänge oder ähnliches laufen lassen). Dein Kind soll nun alles, was nicht zu ihm gehört und alles, was es nicht mehr braucht, in die Erde abfliessen lassen. Wiederhole während der Reise immer wieder den Satz: "Du bist jetzt ganz rein und klar."
Sprich auch mit Deinem Kind darüber, ob heute ein Gefühl besonders stark war. Lasst dann auch dieses Gefühl mit dem Wasserfall in die Erde abfliessen.

Du kannst diese Reise auch anleiten, wenn Dein Kind in der Badewanne sitzt.

 

Das TORE SCHLIESSEN:

Durch diese Übung kann Dein Kind sich besser schützen und abgrenzen von aussen. Diese Übung könnt ihr gemeinsam am Abend vor dem Schlafengehen machen. Geht den Tag durch: wo ist Dein Kind überall gewesen? Schliesst die Toren und Türen zu allem, was es erlebt hat: schliesst die Tür zur Schule, schliesst die Tür zu den Freunden, schliesst die Tür zum Sportverein oder ähnlichem. Eben zu allen Orten und Menschen, mit denen Dein Kind heute in Kontakt war. Schliesst am Ende die Tür zu allem, was ihr vergessen habt. Beim schliessen der energetischen Tore dürft ihr gerne eine Handbewegung machen, so als würdest Du eine Tür schliessen. Da nun alle Tore geschlossen sind, kann kein unerwünschter Energieabzug oder -austausch zu diesen Orten und Menschen mehr stattfinden.

 

Kraft tanken durch die SONNENATMUNG:

Leite Dein Kind an zu dieser inneren Reise, die es wieder an die eigene Kraft erinnert, die Präsenz stärkt und die Energiereserven auftankt. Auch diese Übung kannst Du gut nach der Schule/Kindergarten, oder am Abend vor dem Einschlafen anleiten.

"Stelle Dir über Deinem Körper Deine Sonne vor. Sie gehört nur dir allein. Sie strahlt warm und hell. (Zeit lassen um sich das Vorzustellen). Nun zieh mit dem Einatmen die goldenen Strahlen Deiner Sonne zu Dir und lass sie mit dem Ausatmen sich verteilen, bis in die Fingerspitzen (Zeit lassen um sich das Vorzustellen). Nun zieh als nächstes mit dem Einatmen die goldenen Strahlen Deiner Sonne zu Dir und lass sie mit dem Ausatmen sich verteilen, bis in Deinen Bauch (Zeit lassen um sich das Vorzustellen). Als letztes zieh mit dem Einatmen die goldenen Strahlen Deiner Sonne zu Dir und lass sie mit dem Ausatmen sich verteilen, bis in Deine Fußsohlen (Zeit lassen um sich das Vorzustellen). Und wenn Du magst zieh noch ein letztes Mal die goldenen Sonnenstrahlen zu Dir und erlaube ihnen, sich um Dich herum zu verteilen, wie ein goldener Mantel, der Dich einhüllt in Geborgenheit, der Dich beschützt und Dir ganz ganz viel Kraft gibt!"

 

Diese vier Übungen stammen aus dem Herzkompass©. In meinen Herzkompass© Trainings lernst Du weitere Tools und Möglichkeiten, Dein Kind zu unterstützen und sein Entwcklungspotenzial zu fördern.

 


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