Bindung ist mehr als ein Begriff aus der Psychologie. Sie wirkt wie ein unsichtbares Fundament unserer Entwicklung: Als Säule der frühkindlichen Erfahrungen prägt sie, wie wir die Welt wahrnehmen, wie wir Stress regulieren, wie wir lernen und uns körperlich, emotional und sozial entwickeln.
Nicht immer ist eine Sensibilität angeboren oder Folge einer medialen Begabung. Häufiger steckt dahinter eine frühkindliche Bindungsproblematik, die mit fehlender Präsenz und Selbstsicherheit der Eltern oder Bezugspersonen, mit früher Fremdbetreuung oder frühkindlichem Missbrauch (emotional, mental, physisch) zu tun hat. Welche Auswirkungen das haben kann und woran du das erkennst, erläutere ich in diesem Artikel.
Indigene Völker, die in einer ursprünglichen natürlichen Weise leben, werden in unseren Breitengraden oft als primitiv dargestellt. Ich möchte Dir zeigen, warum diese Sichtweise für mich überhaupt nicht stimmig ist. Das, was Eltern in mühevoller Arbeit in Kursen oder Coachings bei mir wieder lernen, ist bei indigenen Kulturen auf natürliche Weise vorhanden. Sie würden im Gegenteil eher uns belächeln, dass Eltern in Kursen so etwas lernen müssen. Es ist für sie das natürlichste der Welt...
Manche Erkenntnisse und Prozesse sind so tiefgreifend, dass Du hinterher nicht mehr dieselbe Person bist. Es verändert Deine Art zu sehen und zu denken, es verändert Deine Weite. Wie eine Matroschka - diese russischen Puppen aus Holz - legst Du in diesen Prozessen Deine äusseren Hüllen ab, bis irgendwann Dein Wesenskern zum Vorschein kommt.
Jede dieser Hüllen ist eine Art Schutz. Kompensationsstrategien, Bewertungen, Glaubenssätze, Projektionen, Illusionen…